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Der Dezemberausgabe der Jazzzeitung war zu entnehmen (S. 12), dass es mittlerweile rund 1.000 Jazzfestivals in Europa gibt, davon 325 in Deutschland, und dass jährlich 25 europaweit hinzuzkommen. Da stellt sich die Frage, wie diese Zahlen zustandegekommen sind. Veranstaltungen an drei aufeinander folgenden Tagen sollten es schon sein, mit einer bestimmten hohen Qualität, sonst entsteht nicht die dichte Atmosphäre, die man von einem Festival erwarten darf. Aber wie dem auch sei dass Festivals in sind, ist
eine Tatsache. Sie haben, vor allem, wenn sie open air stattfinden,
etwas Spektakuläres, das viel Publikum anzieht. Doch eine Jazzszene
entsteht dadurch an einem Ort nicht. Dazu bedarf es regelmäßiger
Veranstaltungen das Jahr über, in einem kleineren Raum, wo auch die
leisen Töne beim Besucher ankommen, und wo auch junge Musiker auftreten
können, die noch nicht so weit sind, um von einem Festival eingeladen
zu werden. Diese Jazzclubs (hier als Sammelbezeichnung für Mitgliederclubs
und Jazzlokale zu verstehen) sind für den Jazz unentbehrlich. Hier
können sich die Bands ihr Publikum schaffen. Hier kann nachmittags
geprobt und ausprobiert werden. Wie gut, dass Gerry Hayes im Münchner Hofbräukeller sein Swingland installiert hat. Aus dem nüchternen Gewölbe ist ein stimmungsvoller Raum mit guter Akustik geworden. Dass Roman Schwaller dort öfter zu hören ist, wieder in München und zusammen mit Dusko Goykovich Kern eines neuen exzellenten Bebop-Quintetts, ist ein weiteres Plus. Vielleicht sollte die Jazzzeitung einen Preis an einen vorbildlich geführten Jazzclub vergeben?
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