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 2001/03

 seite 12
 break

 

Inhaltsverzeichnis Jazzzeitung 02/2001


Inhalt 2001/03

standards
Editorial
News
Farewall
Fortbildung
Glossar: Quartette

berichte
Triocolor mit „Colours of Ghana“
10-jähriges Jubiläum im Neuburger Birdland
Dusko Goykovich-Quintett im Jazzstudio Nürnberg

jazz heute
Nils Landgren soll das Jazzfest Berlin neu erfinden
Break (von Joe Viera)

jubilee - portrait
Drummer Paul Motian wird siebzig
Die Münchener Kultur-Agentur Triptychon
25 Jahre Jazzzeitung

play back.
Friedrich Guldas Vermächtnis auf einer DVD
CD-Anthologie mit Free Jazz aus der DDR

education
Keine zwei Welten.
Auch Kinder sind für Jazz empfänglich

dossier
Vereine sind auch nur Menschen. 10 Jahre Landesarbeitsgemeinschaft Jazz in Bayern
Wichtige Ziele erreicht.
Wie funktioniert eigentlich Jazzförderung in Bayern?
Service: Die Feierlichkeiten

medien/service
Link-Tipps
Charts
Rezensionen 2001/03
Service-Pack 2001/03 als pdf-Datei ( Clubadressen, Kalender, Jazz in Radio & TV Jazz in Bayern und anderswo (223 kb))

 

Break

Der Dezemberausgabe der Jazzzeitung war zu entnehmen (S. 12), dass es mittlerweile rund 1.000 Jazzfestivals in Europa gibt, davon 325 in Deutschland, und dass jährlich 25 europaweit hinzuzkommen. Da stellt sich die Frage, wie diese Zahlen zustandegekommen sind. Veranstaltungen an drei aufeinander folgenden Tagen sollten es schon sein, mit einer bestimmten hohen Qualität, sonst entsteht nicht die dichte Atmosphäre, die man von einem Festival erwarten darf.

Aber wie dem auch sei – dass Festivals „in“ sind, ist eine Tatsache. Sie haben, vor allem, wenn sie „open air“ stattfinden, etwas Spektakuläres, das viel Publikum anzieht. Doch eine Jazzszene entsteht dadurch an einem Ort nicht. Dazu bedarf es regelmäßiger Veranstaltungen das Jahr über, in einem kleineren Raum, wo auch die leisen Töne beim Besucher ankommen, und wo auch junge Musiker auftreten können, die noch nicht so weit sind, um von einem Festival eingeladen zu werden. Diese Jazzclubs (hier als Sammelbezeichnung für Mitgliederclubs und Jazzlokale zu verstehen) sind für den Jazz unentbehrlich. Hier können sich die Bands ihr Publikum schaffen. Hier kann nachmittags geprobt und ausprobiert werden.
Jazzmusiker können gar nicht oft genug spielen. Allzu vielen jungen Gruppen hört man es an, dass sie dazu viel zu wenig Gelegenheit haben. Vor dem Publikum zeigt es sich dann, ob das Erarbeitete auch andere außer der Band selbst überzeugt. Ein gutes Publikum inspiriert die Musiker – aber um so weit zu kommen, muss es oft Gelegenheit haben, Jazz in intimer Atmosphäre live zu erleben.

Wie gut, dass Gerry Hayes im Münchner Hofbräukeller sein „Swingland“ installiert hat. Aus dem nüchternen Gewölbe ist ein stimmungsvoller Raum mit guter Akustik geworden. Dass Roman Schwaller dort öfter zu hören ist, wieder in München und zusammen mit Dusko Goykovich Kern eines neuen exzellenten Bebop-Quintetts, ist ein weiteres Plus. Vielleicht sollte die Jazzzeitung einen Preis an einen vorbildlich geführten Jazzclub vergeben?

Joe Viera

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