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 2001/03

 seite 25
 glossar

 

Inhaltsverzeichnis Jazzzeitung 02/2001


Inhalt 2001/03

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Glossar: Quartette

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Service-Pack 2001/03 als pdf-Datei ( Clubadressen, Kalender, Jazz in Radio & TV Jazz in Bayern und anderswo (223 kb))

 

Quartette

Quartette, also Combos, die aus vier Musikern bestehen, gab es schon immer im Jazz, wenngleich sie für den frühen Jazz eher untypisch waren und auch meist nicht Quartette genannt wurden.

Ein bekanntes Quartett aus dem „Jazz Age“, den „goldenen“ 20er-Jahren, war Joe Venuti’s Blue Four. Die Band bestand auch schon mal aus fünf Musikern und setzte sich aus einem Violinisten, einem Pianisten und einem Gitarristen sowie einem Bläser zusammen, der mehrere Instrumente beherrschte. Schon zu dieser Zeit kristallisierte sich in Form der Rhythmusgruppe der Orchester – Gitarre, Klavier, Bass und Schlagzeug – die Urform der meisten Jazz-Quartette heraus.

Das (nennen wir es einmal so) „typische“ Jazz-Quartett besteht aus Klavier, Bass, Schlagzeug und einem anderen Instrument, dessen Spieler in vielen Fällen der Bandleader ist. Dies trifft vor allem für die Quartette im Mainstream, Bebop, Cool Jazz und Hardbop zu.

Erfolgreiche Quartette der 30er-Jahre – zum Beispiel die aus Benny Goodman, Lionel Hampton, Teddy Wilson und Gene Krupa bestehende Combo – folgen meist nicht diesem Schema. Obwohl im späten Swing und im Bebop der 40er-Jahre maßgebliche Impulse von Quintetten ausgingen, setzte sich damals das genannte typische Quartett-Format durch. Größte Beliebtheit besaß das Quartett mit Gruppen wie dem Modern Jazz Quartet und dem Dave Brubeck Quartet in den 50er-Jahren, vor allem im Cool Jazz. Auch damals gab es untypische Besetzungen wie das durch Pianolosigkeit Aufsehen erregende Quartett aus dem Baritonisten Gerry Mulligan, dem Trompeter Chet Baker sowie Bass und Schlagzeug. Nachdem im Hardbop Quintette (Miles Davis) und Sextette (Jazz Messengers) größere Aufmerksamkeit erregten, standen um 1960 mit dem „klassischen“ John Coltrane Quartet und dem pianolosen Ornette Coleman Quartet (Saxophon, Trompete, Bass, Schlagzeug) wieder Quartette am Anfang wegweisender Entwicklungen.

Die 70-er und 80er-Jahre erlebten den Durchbruch aus einer Instrumentgruppe zusammengesetzter Quartette. So wurde Jazz ebenso von Saxophonquartetten (Sopran, Alt, Tenor, Bariton) gespielt wie von Streichquartetten in der klassischen Besetzung aus zwei Violinen, Viola und Cello. Trotz einer Fülle unorthodoxer Besetzungen begegnet man noch heute der Formel aus Klavier, Bass, Schlagzeug plus xy (insbesondere Saxophon oder Trompete) am häufigsten. An zweiter Stelle der Verbreitung stehen wohl die pianolosen Besetzungen à la Mulligan sowie jene Quartette, in denen – wie etwa bei Oregon – das Akkordinstrument Gitarre an die Stelle des Klaviers tritt.

Marcus A. Woelfle

 

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