|
Allen Grund zum Feiern hat die Jazzzeitung in ihrem 26. Jahrgang. Aus
diesem Anlass luden die ConBrio Verlagsgesellschaft und die Redaktion
Ende Januar Freunde und Partner zu einem kleinen Empfang im Leeren Beutel
in Regensburg ein. Im Anschluss waren alle Gäste eingeladen, ein Konzert
des Pianisten Jens Thomas mit seinem Triocolor „Colours of Ghana“-Programm
zu besuchen.
Pressestimmen
Periodikum für den Jazz...
Am Anfang stand ein Fanzine. Nur wusste das damals, Anfang der 70er-Jahre
niemand. Es hieß Münchner Jazznachrichten und war
mit vier Seiten exotischer Vorläufer der Jazzzeitung,
die 1975 erstmals in München erschien und sich den damals neu erwachten
Regionalismus zunutze machte. (...) In Regensburg feierte der ConBrio
Verlag vor wenigen Tagen 25 Jahre Jazzzeitung. Standesgemäß
mit einem Konzert von Jens Thomas Triocolor im Leeren Beutel,
dem Domizil des lokalen Jazz.
Der Musikverlag hat vor vier Jahren das vom sang- und klanglosen Untergang
bedrohte Magazin nach Regensburg geholt. Maßgeblich an der erfolgreichen
Weiterführung der Jazzzeitung beteiligt war das Bayerische Jazz-Institut,
ebenfalls mit Sitz in Regensburg. Mit den beiden Einrichtungen, dem jährlichen
Bayerischen Jazz-Weekend und einer höchst aktiven Musikerszene hat
sich die Stadt zum wichtigsten Zentrum für den bayerischen Jazz entwickelt
(...).
Passauer Neue Presse, 4.2.2001
Fanzine mausert
sich...
(...) Ein solches Fanzine ging auch der höchst seriösen Jazzzeitung
voraus. Auf diesen leichtgewichtigen Vorläufer wies Andreas Kolb,
verantwortlicher Jazzzeitungs-Redakteur, bei einer Veranstaltung im Leeren
Beutel zum 25-jährigen Bestehen der Fachzeitschrift hin. Im
Spätsommer 1976 war es dann soweit: Das kostenlose Liebhaberblättchen
wandelte sich zur professionell gemachten Monatszeitschrift. Informationen
und Berichte aus ganz Bayern und zunehmend darüber hinaus, ließen
das erste und einzige regionale Fachblatt (fast) zur Konkurrenz für
die große Schwester Jazzpodium werden.
Heute gibt es in Deutschland vier Jazzmagazine. Auch wenn man mit der
Auflage an vierter Stelle stehe, arbeite man hart an der Erhöhung
der Abonnentenzahl. Unerschrocken stellte Theo Geißler in einer
knappen Rede die verlegerische Aufholjagd zu den Mitbewerbern dar. (...)
Mittelbayerische Zeitung, 30.1.2001
|