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Die Krise ist bewältigt, das Jazzfest Berlin wird es auch in Zukunft geben. Joachim Sartorius, ehemaliger Generalsekretär des Goethe-Instituts und jetzt Intendant der Berliner Festspiele, sagte, mit der Übernahme der Berliner Festspiele GmbH durch den Bund zu Beginn dieses Jahres sei auch das Jazzfest finanziell gesichert. Der Etat beträgt 1,1 Millionen Mark. Damit sei auch seine ursprüngliche Idee, das Jazzfest zu privatisieren, vom Tisch. Dennoch gibt es einschneidende Neuerungen: Erstmals wird das neue Festspielhaus, die ehemalige Freie Volksbühne, Hauptveranstaltungsort sein keine schlechte Idee, denn den weiten Weg zum Haus der Kulturen fanden zuletzt nur noch Wenige. Als problematisch könnte sich dagegen die Tatsache herausstellen, das die künstlerische Leitung des Jazzfests Berlin künftig jedes Jahr wechseln soll. Sartorius stellte als diesjährigen Chef des Musikfestivals den schwedischen Jazzposaunisten Nils Landgren vor. Der 44-Jährige ist zu Hause in Jazz und Klassik und verfügt über ein großes Netz an internationalen Kontakten in der Szene. Nicht zuletzt ist er ein ausgezeichneter Musiker. Aber: Kann er in der viel zu kurzen Zeitspanne von einem Jahr dem Festival programmatisches Profil geben? Landgren nannte die Aufgabe eine Riesenherausforderung. Er sei noch nicht lange genug im Amt, um schon konkrete Namen für das Festival vom 1. bis 4. November zu nennen. Dennoch kündigte er für das Jazzfest 2001 ein buntes Programm mit skandinavischem Schwerpunkt an. Es solle nicht nur etwas für die Ohren, sondern auch für die Augen, eine Mischung aus Musik, Kunst und Tanz bieten. Intendant Sartorius möchte aus der Not eine Tugend machen und erhofft sich von wechselnden Jazzgrößen aus dem Ausland an der Spitze eine Revitalisierung des Festivals und auf unterschiedliche Jazzlandschaften gerichtete Scheinwerfer. Ich bin ganz verliebt in diese Idee, fügt Sartorius hinzu. Erst nach vier bis fünf Jahren wolle er wieder über eine mehrjährige Festivalleitung in einer Hand nachdenken. Nils Landgren hat mit Künstlern wie Abba, Randy Crawford und Herbie Hancock gearbeitet. Mit seiner Funk Unit Band wurde er auch international bekannt, vor allem durch sein Projekt Gotland, das 1995 in Kirchen in Stockholm und Hamburg eingespielt wurde, und die CD Paint it Blue. Landgren arbeitete auch mit der WDR Bigband zusammen. Auf einer aktuellen CD beschäftigt sich der Posaunist nicht zum ersten Mal mit den musikalischen Wurzeln seiner schwedischen Heimat.
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