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Inhaltsverzeichnis Jazzzeitung 7/2000

2000/09

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Glossar

Seite 10

Kornett

Das Kornett („Cornet à Piston“) entstand um 1830 als Variante eines Posthorns mit Ventilen in Frankreich. Im Lauf der Jahre näherte es sich in Klang und Gestalt der Trompete an. Das Kornett verfügt in etwa über den gleichen Tonumfang, hat aber einen etwas weicheren Ton. Da es kürzer ist, lässt es sich auch für das Spiel mit Dämpfern leichter handhaben. Fast alle frühen Jazztrompeter waren strenggenommen keine Trompeter, sondern Kornettisten: Buddy Bolden, Manuel Perez, King Oliver, Freddie Keppard, Louis Armstrong, Tommy Ladnier, Bubber Miley, Nick LaRocca, Bix Beiderbecke, Mutt Carey... Mitte der 20er-Jahre wechselten viele von ihnen zur Trompete. 1927, das Jahr, in dem Armstrong zur Trompete wechselte, kann man als jazzgeschichtlichen Wendepunkt betrachten. Dennoch blieben einige Musiker beim Kornett, sogar jüngere, etwa Bobby Hackett, Muggsy Spanier, Rex Stewart, Wild Bill Davison und, um einen lebenden Traditionalisten zu nennen, Ruby Braff. Einige von ihnen spielten auch Trompete. Im modernen Jazz konnte sich das Instrument kaum durchsetzen, obwohl Nat Adderley und Thad Jones es im Bop heimisch machten. Im Free Jazz haben sich Bobby Bradford und Butch Morris des Instruments angenommen. Don Cherry spielte ein kleines „pocket cornet”. Es gibt auch ein „slide cornet”. Dabei handelt es sich um eine Sopran-Zug-Posaune. Ein berühmtes Foto von King Oliver’s Creole Jazzband zeigt Armstrong mit diesem Instrument, obwohl er bei den Aufnahmen mit Oliver das gewöhnliche Kornett spielte.

Marcus A. Woelfle

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