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2000/11
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Story Seite 9 |
Living Room News Relaxt und reif: der Saxophonist Till Martin
Um sein Können zu vertiefen, ging der junge Saxophonist 1990 an die Jazzschule in Hilversum. Eigentlich wollte er nur für zwei Jahre nach Holland, blieb dann aber bis zum Diplom und schnupperte gleichzeitig hinein ins reale Jazzer-Leben.
Beim Bundesjugendjazzorchester spielte er vor, war zwei Jahre lang unter Peter Herbolzheimer 1. und 2. Tenorist, besuchte mit dem Bujazzo Boston, Russland, das Baltikum. Als er dann wieder nach München zurückging, kannten dort nur noch die Insider Till Martin. Doch das änderte sich rasch: Till formte ein eigenes Quartett und machte 1996 seine erste Platte, On The Trail. Klare Themen, entspannte Improvisationen, sachliche Arrangements und ein schnörkelloses, reifes Tenorspiel. Was ich an Dexter Gordon so schätze: Er macht immer eine klare Aussage. Und er spielt keine Sechzehntel. In Till Martins Musik kann man, wenn man will, auch den Menschen erkennen, der da bläst: zurückhaltend, ernsthaft, nüchtern, zuverlässig. Till Martin und sein trockener Saxophonton passen in viele Zusammenhänge. Er spielte mit Harald Rüschenbaum und Dusko Goykovich, mit den Groove Messengers und dem Munich Jazz Orchestra. Hans-Jürgen Schaal Termin Eine Rezension der aktuellen CD finden Sie auf Seite 18 dieser Ausgabe.
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